
Die neue Berufsunfähigkeitsversicherung
Neugier · Aufbruch · Entdecken. Aus einer klassischen Produktschulung wird eine Beratung, die Menschen Perspektiven eröffnet.
NeuroKlick ist ein Designmodell für digitales Lernen. Es übersetzt sechs emotionale Hebel aus der Neurobiologie in konkrete Entscheidungen für E-Learnings, WBTs und Lernwelten. Damit aus Wissen ein Lernerlebnis wird, das hängen bleibt.
Wir investieren viel in Inhalte, Fachlichkeit, Visualisierung, Animation und Wissensabfragen. Alles wichtig. Wir sagen Lernenden, warum etwas wichtig ist. Aber wir sorgen nicht immer dafür, dass es sich wichtig anfühlt.
Ist das neu?
NeuheitIst das wichtig?
RelevanzBetrifft mich das?
SelbstbezugNur bedeutsame Informationen erhalten Aufmerksamkeit
Wissen ist der Anfang. Aber Wissen allein verändert noch kein Verhalten.
Was macht Wissen bedeutsam?
Bevor wir etwas lernen, bewerten wir blitzschnell, oft bevor wir bewusst nachdenken: Ist das wichtig? Gefährlich? Interessant? Betrifft mich das? Emotionen entscheiden mit, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Emotionen haben beim Lernen nichts verloren.
Emotionen beeinflussen, was wir beachten, verarbeiten und erinnern.
Mit Emotion erkennt das Gehirn: Das war wichtig.
Neues Wissen wird mit vorhandenem Wissen und Erlebnissen verknüpft. Je tiefer die Verknüpfung, desto besser gelingt der Abruf.
Craik & Lockhart (1972)„Das kenne ich.“Identifikation mit Situationen, Personen und Geschichten macht Inhalte persönlich bedeutsam. Inhalte, die wir auf uns selbst beziehen, werden nachweislich besser erinnert.
Rogers, Kuiper & Kirker (1977)„Das betrifft mich.“Emotionale Erlebnisse unterstützen die Gedächtniskonsolidierung. Bei emotionaler Erregung verstärkt die Amygdala die Speicherung im Hippocampus.
McGaugh (2004)„Das war wichtig!“Neurobiologisch inspiriert, bewusst vereinfacht. Jeder Hebel steht für einen emotionalen Zustand, den du durch Lerndesign gezielt ansprechen kannst. Und jeden kennst du aus deinem Alltag.
Eine Gazelle hört ein Geräusch, schreckt auf, die ganze Herde rennt. Zwei Minuten später grast sie wieder entspannt. Wir Menschen schalten oft nicht mehr ab. Moderat aktiviert, speichert das Gehirn besser. Zu viel Stress beeinträchtigt den Abruf, und auf Dauer macht er krank. Die Kurve ist ein bewusst vereinfachtes Modell, angelehnt an Yerkes und Dodson.
Kurz ernst werden, nicht dauerhaft Angst machen.
NeuroKlick stellt die neurobiologischen Grundlagen für das Lerndesign vereinfacht dar. Botenstoffe wirken im Gehirn immer im Zusammenspiel, und die Zuordnung ist ein Gestaltungsmodell, keine exakte Neurochemie.
Die Hebel können wirken, aber nicht bei allen gleich. Vorwissen, Situation, Tagesform und Persönlichkeit entscheiden mit. Was die eine anspornt, etwa ein Timer, setzt den anderen unter Druck. Gutes Lerndesign bietet deshalb Spielraum und beobachtet, wie es ankommt.
Emotionale Elemente helfen, wenn sie zum Lerninhalt passen. Witzige oder spannende Details ohne Bezug zum Thema können dagegen ablenken. Die Frage ist also nie nur „Wie wird es emotional?“, sondern „Welche Emotion hilft bei genau diesem Lernziel?“
In den digitalen Lernformaten, die wir mit emotionalem Lerndesign umgesetzt haben, fallen die Rückmeldungen der Lernenden überwiegend positiver aus als bei klassisch gestalteten Formaten. Negative Effekte erleben wir selten. Das ist ein Erfahrungswert aus der Praxis, keine wissenschaftliche Studie.
Aus emotionalen Hebeln werden konkrete Designentscheidungen. Die Matrix zeigt, welche Designidee welchen Hebel besonders anspricht. Tippe auf einen Hebel, um seine Spalte hervorzuheben.
Am besten versteht man emotionales Lerndesign, wenn man es selbst ausprobiert. Die drei Missionen stammen aus dem Workshop-Teil des Forums. Jede bringt ein Thema, Lernziele und drei emotionale Hebel mit. Deine Aufgabe: Mach aus dem Thema ein Lernerlebnis.

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Der Canvas kann helfen, die eigenen Gedanken zu sortieren. Er ist kein Prozess, den du Feld für Feld durchlaufen musst. Nutze die Fragen, die dich weiterbringen, und lass den Rest weg.
Mögliche Fragen
DIN A4 quer, zum Ausdrucken oder digitalen Ausfüllen.
Was hat dich überrascht?
Welche Idee nimmst du mit?
Was verändert sich, wenn wir emotional gestalten?
Emotion ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Gestaltungsmittel.
liefert Wissen. Es ist der Ausgangspunkt jedes Lernprozesses.
gibt Bedeutung. Emotionen beeinflussen, was wir beachten, verarbeiten und erinnern.
macht daraus ein Lernerlebnis. Wir übersetzen Emotion bewusst in Design.
Seit 2005 gestalte ich digitales Lernen. Und fast genauso lange beschäftigt mich die Frage, warum manche Inhalte hängen bleiben und andere nicht.
Neun Jahre lang habe ich in E-Learning-Agenturen gearbeitet, in ganz unterschiedlichen Rollen und Funktionen. Dort habe ich gelernt, wie viel zwischen einem guten Konzept und einem guten Lernerlebnis liegt.
Seit 2017 bin ich bei der R+V. Als Gruppenleiter Produktion in der Abteilung Training & Entwicklung Vertrieb verantworte ich dort mit meinem zehnköpfigen Team drei Themen: E-Learning, das Learning Management System (LMS) und die Weiterbildungsverpflichtung nach IDD, mit Fokus auf den Außendienst. Es geht also um Lernen, das zwischen Kundenterminen, Zielen und vollen Kalendern funktionieren muss.
NeuroKlick ist aus genau dieser Praxis entstanden: als Versuch, Emotion im Lerndesign nicht dem Zufall zu überlassen, sondern bewusst zu gestalten.
Die R+V-Lernwelt: eine fiktive Welt für emotionales Storytelling
Darauf bin ich besonders stolz. Mit der Lernwelt haben wir gezeigt, wie viel Geschichten und Emotionen im Vertriebstraining bewirken. Über 80 % der Teilnehmenden fanden die Inhalte praxisnah und verständlich, über 90 % würden sie weiterempfehlen.
Zum Beitrag im eLearning JournalLass uns vernetzen. Du arbeitest selbst an Lernformaten, hast NeuroKlick ausprobiert oder siehst manches ganz anders? Ich freue mich über Austausch, Fragen und auch Widerspruch.
Fragen zum Konzept, eigene Erfahrungen mit emotionalem Lerndesign oder Feedback zu den Missionen? Schreib mir über das Formular oder vernetze dich mit mir auf LinkedIn.
Michael Herget auf LinkedIn